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Innovationen für den PPE-Hautschutz: die notwendige Antwort auf COVID-19

30/10/2020
Innovationen für den PPE-Hautschutz: die notwendige Antwort auf COVID-19

Als die COVID-19-Pandemie im ganzen Land das Bewusstsein für verlässlichen Haut- und Handschutz schärfte, mussten sich Facility-Manager mit diesem Virus noch auf andere Weise auseinandersetzen.

 

Von Brian Mosely

 

Sicherheitsbeauftragte mussten schon vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie auf ein komplexes und im ständigen Wandel begriffenes Spektrum potenzieller Not- und Unglücksfälle vorbereitet sein. Jetzt wird das Drehbuch – falls es je eines gegeben hat –  von Managern und Fachleuten umgeschrieben, um Arbeiter, Anlagenbediener und auch Verbraucher vor den Gesundheitsrisiken des Coronavirus zu schützen. 

 

Produktionsbetriebe, Gesundheitswesen, Regierungen und andere Einrichtungen, die sichere Betriebsbedingungen definieren müssen und deren Arbeitskräfte für die Versorgung der Öffentlichkeit mit wichtigen Dienstleistungen und Waren in vorderster Linie stehen, werden mit vielschichtigen Herausforderungen konfrontiert. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Verwendung persönlicher Schutzausrüstung (PSA) für den Hautschutz, und die US-Behörde für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz OSHA (Occupational Safety and Health Administration) hat Leitlinien für das Tragen von Schutzhandschuhen, Augen- und Gesichtsschutz und anderen PSA herausgegeben. 

 

Was Schutzhandschuhe anbetrifft, werden bewährte Verfahren mit Innovationen kombiniert, um beispielsweise leistungsstärkere Einweghandschuhe aus Nitril zu entwickeln, die Arbeiter gegen das Coronavirus, ihre Kollegen und andere Gefahren für die Haut schützen. Für Sicherheitsbeauftragte kann ein besseres Verständnis der Handschuhanforderungen, der Handschutzvarianten und der innovativen Entwicklungen bei den Umweltauswirkungen von Einmalhandschuhen dazu beitragen, die Sicherheit der Arbeiter zu erhöhen. 

 

2016 brachte die Internationale Organisation für Normung (ISO) ihre internationalen Prüfstandards für Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen, einschließlich Viren, Bakterien und Pilze, auf Vordermann. Die überarbeiteten Prüfverfahren umfassen drei Hauptbereiche, in denen Handschuhhersteller Schutz bieten müssen:

 

  • Penetration: Handschuhe dürfen keine Risse oder Mängel aufweisen, die Chemikalien und/oder Mikroorganismen ermöglichen, einzudringen und die Haut des Trägers zu infizieren. 
  • Permeation: Die Messung der Durchbruchzeit d. h. des Zeitraums, bis eine gefährliche Substanz nach dem Durchdringen der Handschuhoberfläche Kontakt mit der Haut des Trägers erhält. 
  • Degradation: Die Veränderung des physikalischen Aufbaus des Handschuhs, die durch Kontakt mit einer bestimmten Substanz verursacht wird. Degradation kann an einer Veränderung der Farbe, des Aussehens oder der Textur des Handschuhs erkannt werden.

 

Nicht alle Handschuhe sind gleichermaßen geeignet, um vor unsichtbaren Krankheitserregern zu schützen. Strenge Tests durch Handschuhhersteller und -händler sind erforderlich, um sicherzustellen, dass ihre Produkte den neuesten Industriestandards entsprechen. Ein Handschuh, der die oben genannten Kriterien erfüllt, ist die Ausgangsbasis für den Schutz von Industriearbeitern, aber ein Unternehmen kann noch mehr tun. 

 

Einweghandschuhe aus Nitril gibt es seit 1991. Sie wurden ursprünglich entwickelt, um etwas gegen die allergischen Reaktionen auf Latexprotein zu tun, ein verbreitetes Problem auf dem Höhepunkt der HIV/AIDS-Pandemie. Da Nitrilhandschuhe außerdem reißfester und haltbarer sind als die herkömmlichen Handschuhe aus Naturlatex, bieten sie Ersthelfern, TSA-Mitarbeitern, Laborpersonal und Personal, das mit Lebensmitteln umgeht, idealen Schutz. 

 

Aber Einweghandschuhe haben einen Haken: Sie werden selten richtig entsorgt. Über 1 Milliarde Handschuhe werden jedes Jahr weltweit weggeworfen. Aneinandergereiht ergibt das eine Strecke von 13,2 Millionen Meilen, genug, um 530 Mal die Welt zu umrunden. Eine besorgniserregende Statistik, die dieses Jahr aufgrund der hohen Zahl an Einweghandschuhen aus Nitril, die zur Bekämpfung des Coronavirus verwendet wurden, noch weiter in die Höhe schnellt.

 

Viele Facility-Manager fragen sich daher, wie sie diese Handschuhe umweltbewusst entsorgen können. In den letzten Jahren hat der Wunsch, grüne Initiativen in die Herstellung von PSA zu integrieren, zugenommen. Unternehmen nutzen nun grüne Initiativen, um PSA aus nachhaltigen Materialien zu finden, die die Produktqualität nicht beeinträchtigen. 

 

Eine wichtige technologische Innovation bei der Herstellung von Nitrilhandschuhen ist die Integration biologisch abbaubarer Materialien. Sobald diese biologisch abbaubaren Handschuhe entsorgt und in aktive Deponien verbracht werden, scheiden Mikroorganismen Enzyme aus, die die chemische Bindung von Nitrilpolymer auflösen. Zurück bleiben organische Bodensubstanz, Wasser, Kohlendioxid und Methan. Der angereicherte Boden kann sogar das Leben von Pflanzen fördern. 

 

Studien haben gezeigt, dass diese Materialien Aussehen sowie Dehnungs- und Zugfestigkeitseigenschaften der Nitrilhandschuhe nicht beeinträchtigen. Außerdem bieten sie dieselbe Leistung und denselben Schutz gegen Chemikalien, Viren und Bakterien. Einige Testergebnisse haben gezeigt, dass diese Produkte in etwas mehr als einem Jahr zu 60-70 Prozent zersetzt sind. 

 

Als die COVID-19-Pandemie im ganzen Land das Bewusstsein für verlässlichen Haut- und Handschutz schärfte, mussten sich Facility-Manager mit diesem Virus noch auf andere Weise auseinandersetzen. Haltbare und umweltfreundliche PSA-Handschuhe, die die Hände der Arbeiter vor allen Gefahren einschließlich Viren, Bakterien, Chemikalien und anderen gefährlichen Substanzen schützen, sind der Produkttyp, in den Facility-Manager für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter in diesen ungewissen Zeiten investieren sollten. 

 

Brian Moseley ist technischer Leiter und F&E-Manager der SHOWA Group.

 

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